Naturruhe

Bodenruhe

Die Erde
schläft zur Winterszeit.
Es wird ein langes Ruhn.
Sie scheint vom Leben ganz befreit,
braucht keinen Dienst zu tun.

Der Boden
zeigt sein Totgesicht
Verwelkt sind Blätterwangen
und in dem blassen Winterlicht
bleibt alles Grau gefangen.

Der Erden Kruste starr erfriert
zerbricht und bröckelt mürbe.
Was sommertags hoch aktiviert
Sieht aus, wie wenn es stürbe.

Es regt sich nichts,
es bleibt so leer
Dem Boden fehlt sein Treiben.
Wo unlängst lief so viel Verkehr
Will Stille reglos bleiben.

Löst sich der Frost –
schmilzt Boden weich
erwacht das Kleingetiere.
Aus dem entstarrten Totenreich
keimt Giersch
und Vogelmiere.

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