Reifliches

Reifgeschöpfe

Der späte Nebel nachts gefror,
Lässt Tröpfchen kalt erglimmern.
Im Morgenlicht steh ich davor,
Seh Eiseskünste schimmern.

Am Faserrest, am Seidenband
Hat Eis sich aufgerichtet.
Was vorher kaum den Blick wohl fand,
Ist reifbedeckt verdichtet.

Das Dünnste , Kleinste wächst enorm,
Wird eisgeformt gewichtet.
Es ändert dabei kaum die Form
Wird kristallin umschichtet.

Ein kleinster Punkt, ein Korn wie Staub
Lässt Eis zu Nadeln schießen.
Die Adern auf dem alten Laub
Kann ich jetzt leicht begrüßen.

Der kalte Hauch er spiegelt hell,
Wenn Sonnenstrahlen funkeln.
Die Wärme stört jedoch sehr schnell,
was heimlich wuchs im Dunkeln.

Die Reifnatur als Wintergruß
Kann oft nur kurz entzücken.
So wie ein zarter Eiseskuss
Darf er nur kalt beglücken.

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