Jahresringe

Eisige Jahresringe

Es war einmal ein junger Baum,
der hatte einen Jugendtraum,
wollt seine Grenzen finden.

Er wuchs heran so Jahr um Jahr
Sein Stamm war schön und wunderbar.
Der Saft floss in den Rinden.

Die Säge trennte ihn im Mai,
da war der Traum für ihn vorbei.
Den Stamm holten die Winden.

Er wurde Pfahl so Stück für Stück
Als Stammgeschichtenmissgeschick
Begrenzte er nur Weiden.

Im Alter reißt sein Körper auf.
Sein Holz zeigt seinen Jahreslauf
Und seine letzten Leiden.

Bald ist er für den Zaun zu schwach
Zersägt liegt er im Vorratsfach,
wird brennend dann wohl scheiden.

Heut schmückt ihn Reif ganz filigran
Zeigt jedes Jahr so zärtlich an,
will Traurigkeit vermeiden.

Die Ringe zeigen altes Glück.
Was kommt vom Baum einmal zurück?
– Derweil die Kühe weiden.

Ein Kommentar zu “Jahresringe

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