Das Quellchen

Fontanella

Nicht viel quillt aus dem dunklen Bauch.
Nur flüsternd fließt ein Rinnsal.
Maistark gewürzt vom Bärenlauch
Duftet das grüne Quelltal.

Das klare Nass kost Buchenblatt
Und plätschert fröhlich weiter.
Ein Moos saugt immerfort sich satt
Und Meisen trillern heiter.

Ein feuchter Rand vom Milzkrautkleid
Säumt saftig frisch die Senke.
Seit einer kleinen Ewigkeit
Da wachsen Sinterbänke.

Die zarte Kraft der Wasserspur
Schafft eigne Ornamente.
Auch von der inneren Natur
Ahnt man hier Elemente.

Quellschnecken raspeln ohne Hast
Auf Kieselalgenweiden.
Wenn man sie sieht,
man könnt sie fast
um ihren Job beneiden.

Der Born bleibt kühl
Bis an den Grund –
Verschenkt uns endlos Leben.
Sein ach so schmaler Wassermund
Kann so viel aus sich geben.

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