Gebrochen

Gebrochen

Sowie vom Messer hier die Klinge
Zerbrechen täglich viele Dinge.
Manch Bruch bedeutet auch das Ende
Man nimmt ihn nicht mehr in die Hände.

Beim Messer blieb wohl noch ein Wert,
der seinen Wegwurf hat erschwert.
Auch mit der Hälfte von dem Teil,
da sucht der Schäler nun sein Heil.

Der Blume dessen Stiel geknickt
Wählt man die Vase ganz geschickt.
Die Blüte muss sich kleiner setzen.
Doch ihren Restwert lernt man schätzen.

Die Tasse, deren Henkel brach,
Verletzt lang in der Ecke lag.
Man liebte sie dennoch so sehr.
Geklebt kam dann die Wiederkehr.

Auch Lebensziele brechen oft.
Verfehlt wird, was so sehr gehofft.
Gesucht wird dann ein neuer Plan,
der ändert ganz die alte Bahn.

So mancher Bruch tat richtig gut.
Nach Schmerz kam endlich neuer Mut.
Nach manchem bittren Scherbenhaufen
Lernt Seele wieder fröhlich laufen.

Zurück zum Messer, das kaputt.
Es bleibt für Manches weiter gut.
So liegt es nützlich in der Lade,
als Abfall eigentlich zu schade.

Wenn Wünsche plötzlich hart zerbrechen,
Verluste tief im Innren stechen,
dann kommt auch jener Augenblick,
der öffnet für ein neues Glück

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