Bescheiden

Bescheiden

Du kleine Quelle fern im Wald
Du tröpfelst nur und bleibst sehr kalt.
Du geizt mit Wasser schon seit Jahren
Willst an dem guten Nass stets sparen.
Deine Wohnung bleibt so blank und rein
Gesäubert gar bis unterm Stein.
Und auch im Sommer wird`s nicht warm
Im Ganzen bleibst du ewig arm.
Mit feinem Moos und zartem Kraut
Die Quelle etwas grün ausschaut.
Dein Wachstum wird zur Offenbarung,
denn zum Gedeihn fehlt es an Nahrung.
Auch Kleingetier lebt hier eher selten,
weil Hungerregeln durchweg gelten.
Die Quelle rinnt einfach bescheiden,
lässt Algen nur von Schnecken weiden.
Denn Leben fängt ja hier erst an –
Der Anfang ist jedoch getan.
Vom Grunde kaltes Wasser zeigt:
Es braucht nicht viel zur Seligkeit!

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