Huckepack

Huckepack

Der Frühlingstag im Monat März
War mild mit etwas Sonne.
Er öffnete mir leicht das Herz
Für Frohsinn reich an Wonne.
Im Garten wurd der Trauerflor
Von manchem Beet genommen.
Es sprießt und keimt so rasch empor,
hat Frühlingsschwung bekommen.

Der Abend, der bewölkte sich
Dafür kam keine Kühle.
Es tröpfelte dann zögerlich,
dass ich es eben fühle.
Im Dunkeln spät – es nieselt fein
Mach ich noch eine Runde.
Im trüb und schwachen Lichterschein
Seh ich die Krötenstunde.
Wie aus dem Nichts kriecht’s überall.
Zum Teich da geht die Reise.
Die Krötenmütter sind recht prall
Die Männer krächzen leise.

Manch Krötenfrau trägt huckepack
Den Gatten ans Gewässer.
Der faule Kerl war schnell auf Zack
So läuft’s für ihn nur besser.
Am Tümpel ist der Zank dann groß
Für alle heißen Freier.
Die Pärchen laichen dann gleich los.
Und schnüren ihre Eier.

Im Liebeswahn bespringt auch schon
Ein Krötenmann den andern.
Vielleicht trifft Vater seinen Sohn
Denn alle mussten wandern.
Die Massenhochzeit währt nicht lang.
Der Nachwuchs wird bald schlüpfen
Zurück gehn Alte ohne Zwang –
Sie können ja nicht hüpfen.

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