Mit dem Kopf durch den Sand

Mit dem Kopf durch den Sand
oder:
In dubio pro folio!

Nun schießt er wieder der Genuss
vornehm so weiß: Asparagus.
Mit schwarzer Folie abgedeckt
Wird Spargel wärmstens aufgeweckt.
Mitte April ist`s dann soweit –
Denn jetzt beginnt die Erntezeit.
Damit wir frisch die Stangen holen,
da stechen Helfer uns aus Polen
Den Spargel, der nur wachsen will –
Doch der erlebt den Overkill.
Zwei Monate stechen ihn die Messer –
Erst danach geht`s ihm etwas besser.
Die Stecher bringen ihm malaise
Köche danach die Hollandaise.
Im Gasthof Schlemmer Obern winken –
Bestellen Spargel gern mit Schinken.
Auch im Omelette finden die Stangen
Genießerisches Essverlangen.
Stunden danach riecht der Urin
Ganz typisch nach Asparagin.

Wie man den Spargel produziert,
was man dabei vielleicht riskiert,
das will der Kunde eher nicht wissen:
es stört ja nur den Leckerbissen.
Ist Spargelpflanze etwas jünger
Braucht sie zunächst viel Stickstoffdünger.
Damit die Sprosse kräftig werden,
darf Wassernot dies nicht gefährden.
Da werden Schläuche reihenweise,
hinab versenkt als Wasserspeise.
Ende Juni wird das Feld dann grün
Der Spargel will spät sogar blühn.
Er wird gedüngt und gut gespritzt,
damit kein Pilz am Blatte sitzt.
Der Spargel hat es mal nicht leicht,
bis dass er an der Zunge streicht.
Wir wollen ständig uns bemühen,
die Ernte weiter zu verfrühen.
Wenn Folienfelder schwarzweiß glänzen,
kennt der Genuss bald keine Grenzen.

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