Giersch heiß ich


Giersch heiß ich

Schon im Mai da ist verloren –
Jeder Kampf macht keinen Zweck
Dieses Kraut kommt unverfroren
Völlig grün wird nun der Fleck.
Lauter Giersch wird hochgetrieben
Unten herrscht ein Wurzelclan.
Die Devise: Blätter schieben
Bringt den Gärtner in den Wahn.

Schnell ist alles eingenommen
Abgeschirmt vom Lichtgenuss.
Was ansonsten hoch will kommen,
Quält sich schwindend im Verdruss.
Neben Giersch kann wenig leben.
Zu tyrannisch treibt das Kraut.
Auch nach Spatenstichen geben
Diese Pflanzen längst nicht auf.

Selbst vom kleinsten Wurzelstück
Bildet sich ein Pflänzchen aus.
Über Samen kehrt zurück
Diese Plage rund ums Haus.
Um den Giersch doch zu besiegen,
Muss der Boden völlig weg.
Nirgends darf ein Sprösschen liegen,
Sonst wird Erde bald zum Schreck.

Giersch in unsrer Wildkrautküche
Ist nicht jedermanns Geschmack.
Giersch kennt jede Menge Flüche.
Giersch geht manchem auf den Sack.
Wenn solch Blätterfrontmaschinen
Subversiv das Beet aufrollen,
Können sie nicht Frieden dienen,
da sie immer alles wollen.

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Ein Kommentar zu “Giersch heiß ich

  1. Den alten Spruch noch nicht ganz verdaut,
    wächst bei Dir schon das nächste Kraut.
    Sogar zu Ostern sich nicht versteckt,
    hat es die Triebe zum Himmel gereckt.

    Nocheinmal einen dicken Ostergruß Silvia

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