Wagenspur – In der Spur es wagen?

Wagenspur –
In der Spur es wagen?

In Wald und Feld wer kennt sie nicht:
Die tief gewalzte Wagenspur.
Der Untergrund wird fest und dicht
Als Zeugnis grober Fahrkultur.
Nach Regenschauern füllen sich
Besonders tiefe Dellen.
Beim Wandern ja da stören mich
Die Wasserpfützenstellen.
Einen Bogen mach ich um sie rum,
damit ich nicht verdrecke.
Ein falscher Tritt der wäre dumm,
Weil ich im Schlammloch stecke.
An einem Tag mit Mußezeit
blieb ich an Pfütze stehen.
Ich war auf einmal ganz bereit,
dies Wasser anzusehen.
Es tat sich was auf Pfützenhaut
Mücken tupften wohl Eier
Ins Wasser rein so ganz vertraut,
Als wär´s ein kleiner Weiher.
Ein schwarzer Käfer tauchte schnell
empor vom Pfützengrunde.
Er tankte Luft nicht Supershell
Und war mein zweiter Kunde.
Perplex war ich im nächsten Nu –
Ein Bergmolch schwamm nach oben.
Sein Maul das schnappte einmal zu –
Ist danach weggestoben.
Im braunen Schlamm da zuckten rot
Die Larven kleinster Mücken.
Was sich dazu an Leben bot,
konnt mich hier sehr beglücken.
Schnecken, Wanzen und Libellen
Wasserwürmer und sogar
Muscheln liebten diese Stellen,
wo Wasser doch so flüchtig war.
Zukunft zu deuten, fällt hier schwer.
Was ist in ein paar Tagen?
Leckt warmer Wind die Pfützen leer?
Wem geht es an den Kragen –
bei Traktorreifen Wiederkehr?
Das bisschen Wasser in der Spur
lockt schnell herbei Mutter Natur.
Nicht immer wird das Ende gut.
Der Pionier lebt wohl vom Mut.
Die Spur des Lebens lässt viel hoffen –
Nur Schicksal bleibt hier vorerst offen.

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