Von wegen Lustmolch!

Von wegen Lustmolch!

So mancher Titel, der vergeben,
da mag der Träger nicht mit leben.
Der Doktorgrad ziert hohen Adel
auch unverdient, bis kommt der Tadel.
Beim Lustmolch find ich keine Gründe
Für diesen Namen voller Sünde.
Wer Molche jetzt im Mai studiert –
Sich für den Sex interessiert,
der wird enttäuscht von dem Gebaren,
das Lurche bei der Hochzeit fahren.
Die Männer sind wohl zugeneigt,
wenn sich die Dame näher zeigt.
Der Molch wedelt der Auserwählten
Den Androduft als Vorvermählten.
 Mit Parfüm wirbt derb der Freier
Da profitieren bald die Eier
Der Dame, die lässt sich betören,
will ihren Freund am End erhören.
In voller Brunft setzt der ein Päckchen
Aus seinem prallen Samensäckchen
Als Liebesgabe einfach frei.
Ein Pflanzenblatt hilft ihm dabei.
Das möchte er oft wiederholen.
Das Sperma wird der Frau empfohlen.
Bis dann die Molchin ohne Hast
Mit der Kloake zugefasst.
So wandert ziemlich unpersönlich –
Und das ist hier nicht ungewöhnlich –
Das Erbgut in den Mutterbauch:
Das war es mit der Liebe auch.
Die Mär vom Lustmolch ist dahin –
Ein Prädikat ganz ohne Sinn.
Der Molchmann weiß dennoch genau,
Wie er umturtelt seine Frau.

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Ein Kommentar zu “Von wegen Lustmolch!

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