Quakophonie – Frogs in Concert

Quakophonie –
Frogs in Concert

Der überwarme Sommermai
Setzt Froschhormone reichlich frei.
Schon seit zwei Wochen quaken sie
Die grüne Anurenkolonie.
Erst sind es ein paar Einzelrufer.
Nun schreit und knorrt das ganze Ufer.
Das liebestolle Froschkonzert
Hat musikalisch wenig Wert.
Um einer Dame zu gefallen,
lässt der Galant die Blasen prallen.
So kann er sein Getös verstärken,
das soll die Konkurrenz auch merken.
Wenn in der Nähe Züge rollen,
will jeder Frosch dazu laut grollen.
Auch Flugzeuglärm wird so gehört,
dass es die Froschwelt höchst empört.
Sobald ein solch Geräusch passiert,
die Meute lautstark keckuliert.
Obwohl das schräge Froschkonzert
Irgendwie an den Nerven zehrt,
ist dieses lustbetonte Werben
doch nur der Kampf um viele Erben.
Drei Wochen dauert die Tortur,
wo Fröscheherzen leiden nur.
Die stärksten setzen stets ein Zeichen –
Sind vorn dabei beim Erstablaichen.
Die Jungen müssen noch mal warten,
oder gleich zu fremden Wassern starten.
Mit kampferprobten Alphatieren
Lernt Jungfrosch vorerst nur Verlieren.
Das Froschkonzert erfüllt den Mai.
Auch das geht wieder mal vorbei.
Doch grüne Frösche sind uns treu –
Sie bleiben hier und lärmen neu.
Im Herbst geht es auf Tauchstation –
Dann schweigt recht lang ihr Quakophon.

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