Die Schnauze voll!

Die Schnauze voll!

Die Schnauze voll – pardon den Schnabel –
Die Vögel hab´n was auf der Gabel.
Die „Erntezeit“ währt schon seit Wochen.
Meisen fliegen ununterbrochen
Zu ihrem Nest mit fetter Beute,
Wenn ich den vollen Schnabel deute.
Ein Blick zum Apfelbaum bringt Schauern –
Ich muss um so viel Zweige trauern,
weil Apfelwicklerraupenmassen
an vorher grünen Zweigen aßen.
Hinter kotbeschmierten Tütennetzen
kann selbst ein Feind sie kaum verletzen.
Bald sind sie völlig satt gefressen –
haben Blatthunger endlich vergessen.
Auch Rosenkörper haben es schwer
Bei soviel Blattlausfraßverkehr.
Den Knospen saugen sie den Saft
Dem Blattwerk fehlt bald jede Kraft.
Wohin ich schau, wird bös zerstört.
Wut, Ärger machen mich empört.
Hätten Vögel nicht hungrige Jungen,
ich wär schon längst Amok gesprungen.
Ich hab die Schnauze voll vom Garten –
Kann Besserung kaum noch erwarten.
Um starkes Gift ranken Gedanken –
Die gute Seel gerät ins Wanken.
Die Wärme gilt als Übeltäter.
Die Hiobsbotschaft raupt sich später.
Mit jedem Zentner Ungeziefer
Da sinkt die Gartenlaune tiefer.
Ich hoffe ganz auf die Natur –
sie regelt solche Konjunktur.
Hier Larvenmeer, dort Läusebrut –
da lecken Räuber bald schon Blut.
Die Vögel haben leichtes Spiel –
denn Nahrung gibt es viel zu viel.
Sie danken es mit vielen Jungen,
und Pflanzenschutz ist so gelungen.
Die Raupen, die im Schnabel stecken,
können Freude für den Garten wecken.
Der nächste Frühling kalt und nass –
Macht Blattzerstörern wenig Spaß.

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