Anemonen

Anemonen

Es muss auf Erden Wunder geben
Und diese sind auch zu erleben.
Ein Beutel vergessner Wurzelknollen –
Sie galten wohl schon als verschollen –
die kaufte ich zu später Zeit
für fast kein Geld eher aus Mitleid.
Anemonen zeigte das Etikett
Ganz bunt gefärbt und höchst adrett.

Mit wenig Hoffnung setzte ich
Das Knollenwerk ins Gartenbeet.
Das Ganze schien mehr tot für mich –
Vielleicht war’s dennoch nicht zu spät?
Drei Wochen gingen so vorbei.
Da fand ich grünste Triebe.
Erst einer zart, dann zwei dann drei
Ich sah es mit viel Liebe.
Der Trockenschlaf war längst passe.
Die Pflanzen wurden dichter.
Bald ragten Knospen in die Höh
Und zündeten Glanzlichter.
Ein Farbenrausch in rot und blau,
Weiß , violett dazwischen –
Im Herzen macht es richtig wow,
ob Götter Farben mischten.
Im Sonnenlicht kann’s schöner sein
Wohl kaum im meinem Garten.
Dann leuchtet Farbe ungemein
Wie Glück in meinen Karten.
Ich spür sie noch in meiner Hand:
Die trocken alten Reste.
Jetzt raubt die Pracht fast den Verstand.
Bei solchem Blütenfeste.
Als Windröschen warst du verhext
Verwunschen zu den Pflanzen.
Hier endet nun mein kleiner Text –
lass all die Farben tanzen.

Ein Gedanke zu “Anemonen

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