Die Haut der Erde

Die Haut der Erde

Die Haut der Erde kann ich kaum beschreiben.
Sie zeigt lebendig sich am fernen Ort.
Wo Ozeane Meeresgründe reiben,
setzt fernste Vita abgrundtief sich fort.

Beherrscht vom Wasser hab ich Hautprobleme.
Was ist beim Meer denn wohl die Erdenhaut?
Wenn ich jedoch die Kontinente nehme,
ist mir die irden Haut schon fast vertraut.

Dort, wo Natur blieb, treibt ein stetig Wachsen.
Die Haut erbaut sich ganz aus sich heraus.
Entwicklung läuft in Raum- und Zeitenachsen
Natur schaut dabei zukunftsfreudig aus.

Im Wald erlebt der Boden seine Krönung.
Erscheint so ganz und gar nicht erdgestört.
Ein luftig Blätterwerk liegt als Verschönung
Und Artenreichtum quillt so unerhört.

Ganz anders spannt die Haut auf Ackerflächen –
Sie wird geritzt und stofflich zugedröhnt.
Hier soll die Frucht ständig Rekorde brechen –
Und Boden wird von der Natur entwöhnt.

Wo Wüsten wachsen, geht viel Haut verloren.
Traurig zurück liegt leblos Mineral.
Auch anderswo bleibt Haut nicht ungeschoren.
So mancher Ort auf Erden schmerzt so kahl.

Urbanität reißt täglich Haut vom Boden.
Dazu muss Menschheit Wald erst roden.
Die Erdenhaut bekommt hier tote Flecken
Kann ihre Rohheit längst nicht mehr verstecken.

Das Erdgesicht mit alter Nutzungshaut
Erschöpft und reichlich bodenmüde schaut.
Wie greis sie heute eigentlich schon ist,
erkennt vielleicht ein Bodenprotagonist.

Wer wird die Haut der Erde künftig schützen?
Wem muss die Haut tagtäglich weiter nützen?
Was bleibt vom Antlitz der Natur?
Bei zehn Milliarden Menschen nur?

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