Im hohen Wiesengrase

Im hohen Wiesengrase

Vom Sonnenlicht fällt viel ins Gras
Entzündet tausend Tröpfchen.
Es klebt noch weiches Nebelgas
An nassen Samenköpfchen.
Das Wiesengras ist fast verblüht,
Lässt Blatt und Frucht vergilben.
Die Distel ihren Charme versprüht.
Am Boden plaudern Milben.
Ich blick hinein und seh nicht weit
Im Meer aus Halm und Stängeln
Die Morgenbrise streift das Kleid
Mit schönsten Tropfgehängen.
Zur Mittagszeit fehlt nasser Glanz
Gras trocknet, wiegt in Winden.
Um Königskerzen schwingt ein Tanz
Schwebfliegen Blüten finden.
Im Grasgeruch, im Blütenduft
da schaukeln Falter Flügel
sie segeln trunken durch die Luft
als flögen sie über Hügel.
Je tiefer sich mein Kopf verneigt,
will ich im Grase schweben.
Was sich mir hier so alles zeigt,
kann Lebenslust nur heben.
Im hohen Gras steckt soviel Wert,
erfüllen sich die Räume.
Wenn bald der Mäher schneidend fährt,
dann enden solche Träume.

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