An der schönen Renau

An der schönen Renau

Nah am kahlen Asten da quillt
die Renau hoch oben am Hang.
Ihr kühles und klares Wasser stillt
Dem Durstigen bei seinem Gang.
Inmitten von Milzkrautkissen
Fließt Grundwasser  frei und so hell
Alpenstrudelwürmer sie wissen
Dies ist ein gar köstlicher Quell.
Sie treffen dort kleinste Schnecken
mit feinem Opalschimmerhaus.
Die weiden in allen Ecken
Und schauen so niedlich aus.
Hinzu kommen Köcherfliegen,
die bauen als Larve geschickt
ein Röhrchen muss da genügen.
Ihr Kopf aus der Wohnung blickt
Die ersten Beine gehen zur Hand.
Sie suchen nachts Baustoffsteine.
Die haften bald dann in der Wand
Mal große und mal kleine.
Mit Seidenpaste da kleben
Sie kunstvoll ihr Eigenheim
Es lässt sich ruhig leben
Im Köcher mit eigenem Leim.
Ganz oben hocken tiefbraune
Larven am Wasserstein
Gut getarnt, dass ich echt staune
Es müssen Steinfliegen sein.
Auf Holz oder Falllaub verschwinden
Die Körper scheinbar im Nichts.
Will ich sie wieder finden
Brauch ich noch mehr des Lichts.
Die winzigsten Käfer der Renau
Sind grad millimetergroß.
Ich kenn sie nicht so genau,
weiß ihre Familie bloß.
Jetzt Fehlen zum Glück noch die einen,
deren Leben zu kurz erscheint.
Wen kann ich denn da wohl meinen?
Wer ist nur so kurz vereint?
Natürlich die Eintagsfliegen –
Sie sind hier in großer Zahl.
In ihrer Kindheit biegen
Sie flach sich im Wasserstrahl.
Die Renau im Talesgrunde
Zeigt Schönheit im rauschenden Fluss.
Mit so viel Natur im Bunde
Wirdt sie  zum Erlebnisgenuss.

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