Brombeeren

Brombeeren

Unheimlich früh da leuchten sie
Pechschwarze Brombeerfrüchte.
Es ist soeben grad Juli –
Ein Strauch entfacht so süße Süchte.
Ich treffe sie im fremden Garten
Von tiefstem Schwarz bis hellstem Rot.
Kann den Genuss kaum noch erwarten –
Was für ein Anblick sich mir bot!
Die Früchte riesig, ohne Makel
Kein Schimmel, Fäulnis oder Fleck
Ein traumhaftes Beerenspektakel
Ich pflück die reifen gierig weg.
Verschling gleich mehrere auf mal,
Bis dass der Saft schießt in den Mund.
Doch plötzlich werden Lippen schmal –
Und dieses hat auch einen Grund.
Wie sauer schmeckt denn diese Beere ?
Da kann ich gleich Zitronen kauen.
Wo ist Aroma dieses schwere –
Wonach Brombeeren duftend schauen?
Es sind die Wilden, die so munden
Im Wald, am Feld und grüner Flur,
dort hab ich sie als Kind gefunden
die Stacheln schmerzten dabei nur.
Ein jeder Strauch der schmeckte eigen.
Auch Beeren hatten andere Form.
Natur wollte mir essend zeigen,
dass ihr Genuss war so enorm.
Die Gartenzucht der schwarzen Beeren
Sie bringt Ertrag ganz ohne Dorn.
Doch muss ich mich hier laut beschweren:
Denn der Geschmack ist fast verlorn.
Was nützen mir die tollsten Früchte.
Das Auge kennt die Zunge nicht.
Das was ich gerne schmecken möchte,
hat spitze Stacheln im Gesicht

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