Unterm Seerosenblatt

Unterm Seerosenblatt

Wenn Sonnenkraft Stillwasser wärmt,
Erscheinen große Blätter.
Auf diesen bald ein Grünfrosch lärmt
im frohen Maienwetter.
Seerosenblatt zeigt sich erst rot,
wird später dann ergrünen –
Dient vielen Tieren als ein Boot.
Den kleinsten wie den Hünen.
Am Sonnendeck da ist viel los –
Gibt Streit um beste Plätze.
Dabei ist doch die Fläche groß
Für viele Ruhegäste.
Die Unterseite von dem Blatt
Ist auch begehrt zum Weilen.
Was hier dann Platz gefunden hat,
kann besser Wohnraum teilen.
Die Wasserschnecken schleichen zart
Verputzen Algenschichten.
Der Strudelwurm ist auch nicht hart
Will Beute schamlos sichten.
Polypen hängen schwerelos
Mit giftbewehrten Armen.
Was macht der Wasserfloh da bloß?
Hydra kennt kein Erbarmen.
Zuckmücken bauen immerzu
Aus Schlamm und Schleim Gehäuse.
Sie machen selten wohl mal Ruh
Wedeln in ihrer Reuse.
Auffällig schön zeigt sich ein Tier,
das Kolonien gründet.
Gehören wohl zum Schönsten hier,
was man am Blatte findet.
Moostierchen werden sie genannt,
weil sie sich fein gesellen.
Seit ich sie in dem Teiche fand,
lieb ich die Fundortstellen.
Tentakelkränze schwingen seicht,
wenn Wimpernbänder flimmern.
Der lichte Körper wirkt so leicht.
Beginnt im Licht zu schimmern.
Die Wasserreise unter das Blatt,
zeigt so viel gutes Leben.
Wer Seerosen im Teiche hat,
kann davon Auskunft geben.
Die einen leben sonnenwarm
Auf ihrer Blattterrasse.
Die andren zeigen ihren Charme
Beim Tauchen in das Nasse.

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