Verblüht

Verblüht

Wie stolz war er der Echte Alant –
Weichgelbe Blüten voll üppiger Kraft.
Seine großen Blätter reib ich in der Hand,
Bis frische Würzigkeit steigt aus dem Saft.
Zum Sommeranfang schießt die Pflanze groß
Entfaltet die Blätter fächerartig aus.
Dann treiben Blütenstände aus ihrem Schoß.
bringen kraftvolle Knospen hoch heraus.
Gerade aufgeblüht lockt feinster Duft
Wohl auch aus der Ferne Insekten her.
Schwebfliegen stehen steif in der Luft –
Fällt ihnen scheinbar gar nicht so schwer.
Vorbei ist seit Wochen das herzliche Blühen.
Regengewölk nässt schon seit Tagen.
Johanniswürmer längst nicht mehr glühen.
Schmetterlinge verstört nach der Sonne fragen.
Vom Blütenschmuck ist jeder Glanz genommen.
Ganz finster und schwarz steht er jetzt da.
Der Blütenboden im Nass verschwommen –
Kein Tier kommt diesem Jammer mehr nah.
Wo nur ist all die Schönheit geblieben?
Wie dumpf und tot wirkt der Blütenrest –
Wer hat sie so in Düsternis getrieben?
Was blieb vom rauschenden Sommerfest?
Nicht nur der Alant erlebt diesen Wandel.
Erst so attraktiv dann unendlich schwarzgrau.
Auch die zartrosa Blüte der süßen Mandel
Verliert ihre Farben, das weiß sie genau.
Hinter dem traurigen Ende von dem Blütengesicht
Da versteckt sich der Same – man sieht ihn noch nicht.
Er bringt jede Pflanze wieder dahin zurück,
wo sie in Schönheit zeigt all ihr Glück.

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