Furcht und Ekel mit acht Beinen

Furcht und Ekel vor acht Beinen

Warum können unsere Spinnen
Menschen kaum zum Freund gewinnen?
Mit ihren Netzen voller Tücken
Fangen sie doch für uns so viel Mücken.
Auch manche lästige Fliege hängt
Am seidnen Faden, der sie fängt.
Trotz dieser vielen guten Taten
Muss Spinne wohl auf Liebe warten.
So mancher Mensch der schaudert schon
Beim Bild von ihr im Lexikon.
Wenn Spinne an der Decke hängt,
der Mensch nur noch in Panik denkt.
Ein kleines Tierchen mit acht Beinen
Lässt Furcht und Horror jäh erscheinen.
Man tut grad so als wollt ein Drachen
Uns bestialisch fertig machen.
Die Spinne in die Hand zu nehmen,
würd uns den Atem sofort lähmen.
Was mach ich mit dem Spinnentier,
dass ich bloß meine Angst verlier?
Vielleicht versuch ich Tag um Tag,
dass ich Ihr etwas Nettes sag.
Ich würd ihr immer näher kommen,
Bis letzte Furcht ist weg genommen.
Bald kenn ich meine Spinne gut,
das macht mir immer neuen Mut.
Ich geh nun gerne zu ihr hin,
weil ich nun doch ihr Freund bald bin.
Sie zeigt sich mir auch ohne Scheu,
spinnt grad ein Stück vom Netze neu.
Seit Tagen trägt sie den Kokon
Erwartet ihren Nachwuchs schon.
Die Neugier ist bei mir nicht minder:
Wann seh ich süße Spinnenkinder?
Dann sind sie da die Minispinnen,
die schnell mein Herz für sie gewinnen.
Nun kenn ich Spinnen richtig gut,
brauch nirgends mehr noch richtig Mut,
um sie von Nahem anzusehen –
Kann cool & locker vor ihnen stehen.
Furcht und Ekel vor acht Beinen
ließen mich so dumm erscheinen.
Heute bin ich so entspannt –
Nehm die Freundin in die Hand.

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