Hydra

Hydra

Schwebend treibst du leicht im Wasser
streckst die Arme weit von dir.
Ausgedehnt wird immer blasser
dieses rätselhafte Tier.
Ein Kranz von kleberigen Zellen
gibt der Hydra festen Halt –
Hängt und sitzt an vielen Stellen
im stillen Wasser – nicht zu kalt.
Ihr Körper ist an sich nur Schlauch.
Ihr Mund dient auch als After.
Im Inneren liegt nur noch Bauch
mal lang – mal plump – geraffter.
Tentakelfäden ziehen weit
wie Strahlen aus der Mitte.
Abrupt sind sie zum Fang bereit
ganz nach Polypen Sitte.

Ein kleiner Krebs stößt ahnungslos
an einen Hohltierarm.
Da explodieren gnadenlos
Harpunen nach Alarm.
Sie schlagen ein mit großer Wucht.
Das Nesselgift wird frei.
Ein jeder, der Kontakt gesucht,
erlebt den Tag nicht neu.
Alle Arme ergreifen nun
erbarmungslos die Beute.
Es bleibt nur wenig dann zu tun:
Denn Nahrung reicht für heute.
Die Hydra klebt an einem Blatt
der schönen Wasserrose.
Nach der perfiden Räubertat
wird hübscher fast die Pose.
So zart und schön so elegant
wie sie sich präsentiert,
bleibt sie wohl ewig hier verkannt –
wie Schönheit doch verwirrt…

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