Aurige Zeiten


Aurige Zeiten

Schwarze Pappeln, Silberweiden
Bäume-Dschungel breit am Fluss
Leider kann ich nur beneiden
Zeiten reich an Wassernuss.

Flüsse dürfen nicht mehr reißen.
Hochwasser das soll nicht sein.
Was soll heut noch Aue heißen
Neben, Weser, Lippe, Rhein?

Wasser zaubert Paradiese
Treibt Natur zu höchster Form.
Mit dem Ausbau kam die Krise
Auenträume sind abnorm.

Alten Wassern, alten Armen
Fehlte kaum ein Lurch und Fisch.
Menschheit kennt da kein Erbarmen
Reguliert am Planungstisch.

Wo bleibt Wildnis früher Zeiten –
Wo die Kraft, die alles schuf?
Dauert es noch Ewigkeiten
Bis zum Auerochsenruf?

Werden Flüsse zu Kanälen,
Zwingt man Nutzung bis ans Bett,
kann Natur sich nur noch quälen
Manche Art fehlt bald komplett.

Wie viel lässt sich hier noch retten?
Was kommt vielleicht noch zurück?
Da mag keiner so recht wetten –
Auen haben wenig Glück.

Aurig schön – das war wohl gestern –
Otter biss in Lachs und mehr.
Tief im Röhricht in den Nestern
Bettelten die Dommeln sehr.

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