Angepflaumt

Angepflaumt

In der blauen Pflaumenzeit
Waren diese früh zu zweit.
Siamesisch teils vereint
Hätte ich schon fast gemeint.
Dieses Pflaumenpärchen
Bleibt für mich ein Märchen.
Waren sich im Blühen nah –
Als Befruchtung dann geschah –
Wuchsen sie so Seit an Seit
In ganz naher Zärtlichkeit.
Haut an Haut berührte –
Jede Pflaume spürte
ihre Nachbarin.
Das war der Beginn
für den Bund des Lebens –
Trennung war vergebens.
So wuchsen zusammen
Wie zwei heiße Flammen,
die am tiefem Grund
kosen Mund an Mund.
Sind bald unzertrennlich –
Bleiben sehr anhänglich
Zeigen so der Welt,
was zusammen hält.
Diese Doppelpflaume
Hing an einem Baume,
den ich niemals sah.
Was jedoch geschah,
bringt mich fast ans Träumen
schwebe längst in Räumen
– fantasiegeschmückt –
bin ich hier entrückt.
Aus den engen Wesen
Möchte ich viel lesen.
Dieses Pflaumenpaar
Bleibt mir wunderbar.
Soll ich sie nun essen?-
Sie dabei vergessen?
Dann bleibt je ein Stein –
Vom Gemeinsamsein.

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