Butter bei die Pilze!

Butter bei die Pilze!

Am Waldparkplatz wird es nun voll
Es drängeln sich hier Wagen.
Bis dass der Korb dann überquoll,
Blieb man an Sammeltagen.
Die Pilzezeit lockt in den Wald.
Fernab schwärmt man von Wegen.
Dort zücken sie die Messer bald
Der Fruchtkörper wohl wegen.
Hier Täubling und dort Hallimasch
Sind gierig schnell geschnitten.
Die landen heute im Gulasch
Geschmort nach alten Sitten.
Ist Wurm (Made) im Pilz, der Schirm zu alt,
Dann wird er nur verachtet.
Bei jungen, schönen fehlt der Halt –
im Handumdrehn verhaftet.
Der Krempling erscheint begehrt,
obwohl die Kenner warnen.
Auch wenn die Leber sich beschwert,
und Nieren giftig harnen.
Die Champignons leuchten so weiß
Frisch in der Pferdewiese.
Das macht den Pilzesucher heiß:
„Für mich!“ – heißt die Devise.
Für die Familie reicht ein Bovist.
Ein Zaun kann ihn kaum retten.
Was in die Pfann geschnetzelt ist,
darüber lässt sich chatten.
Keinen einzgen Pfifferling mehr wert –
Ist mancher Wald – schon heute
Der Pilz ist so enorm begehrt –
Es plündern ihn die Leute.
Der Steinpilz und der Eierschwamm
Sie stehen vor schweren Zeiten.
Die köstlichsten vom Pilzesstamm
Werden zu Seltenheiten.
Was schmort im Topf, war der Versuch,
Vom Pilz sich zu vermehren.
Doch ein Rezept aus dem Kochbuch
Beendet sein Begehren.
Wir sehn vom Pilz meist nur die Frucht.
Der Körper bleibt verborgen.
Wer überall räuberisch sucht,
Der trennt den Pilz vom Morgen.

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