Ins Innerste der Erde

Ins Innerste der Erde

Der Blick im Wald zur Erde hin
Er trifft auf braune Blätter.
Da krabbeln graue Asseln drin.
Ein Wurm schleimt dort, ein netter.
Im Asselkot – ich staune nur
winzige Milben fressen.
Bis ich verfolg die nächste Spur,
muss ich weit feiner messen.
Im Humusreich wird Leben klein
Und ist doch übermächtig.
Bakterien wuseln dort gemein
Und Pilze wuchern prächtig.
Die Mikrowelt kommt mir so vor
wie ewiges Kampfgetümmel.
Doch friedlich lebt dies Riesenkorps.
Ich find dort kein Gestümmel.
Zuletzt da seh ich Offenheit
Und Austausch ohne Ende.
Denn alles ist zutiefst bereit:
und öffnet seine Wände.
Wurzeln kauen Bakterien.
Pilze gern Moleküle.
Und schaute ich noch näher hin,
Bekäm ich Erdgefühle.
Das Innerste im Boden zeigt
Elementares Leben.
Und wenn dies Treiben in uns steigt,
kann es wohl Werte heben.
Was uns (gottlob) am Leben hält,
sind allerkleinste Schritte.
Denn alles Große dieser Welt
Wächst aus der tiefsten Mitte.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: