Weihnachtssterne

Weihnachtssterne

40 Millionen Weihnachtssterne
kaufen die Deutschen zur Zeit wohl gerne.
Vor allem die roten sind immer begehrt,
Werden zum Handel adventlich vermehrt.
Fast 200 Jahre ist die Blume hier Gast –
Kam aus Amerika mit Segelschiffmast.
Dort wächst sie im Warmen als holziger Strauch
Nun ist sie zum Schmucke bei uns im Gebrauch.
Was rot wie Blüten für uns aussieht,
sind nur Hochblätter – was eigentlich blüht
sind kleine Kelche eher unscheinbar grün,
um die dann herum die Rottöne glüh`n.
Diese anmutig schöne Wolfsmilchblume
Kam Weihnachten dann zu beachtlichem Ruhme.
Man züchtete sie in die richtige Form
Gab ihren Farben patenthafte Norm.
Mit Tageslichtdosis und Wuchshormon
Stieg Euphorbia auf den Bestsellerthron.
Auf Substrat gezüchtet, in den Markt geschwemmt
Wird sie mit Glitter noch aufgeflämmt.
Zu Ostern ist meist für den Weihnachtsstern Schluss.
Da brauchen wir längst den Narzissengruß.
Der Weihnachtsstern kaum noch attraktiv
Landet oft im Hausmüll ziemlich tief.
Der ein oder andere mit Pflanzenverstand
Nimmt das Sternschicksal in seine Hand.
Er ist richtig stolz, wenn sein Bemühen
Die Pflanze bringt wieder zum „roten“ Erblühen.
Ansonsten wird für nur kleineres Geld
ein neuer Stern in die Stube gestellt.
Die ferne Pflanze im blutroten Kleid
Leuchtet für uns in der Weihnachtszeit.
Und wieder ist uns eine Tradition geboren
Neben Krippen mit Ochs- und Eselsohren.

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