Diatomeen

Diatomeen

Diatomeen sehen –
und dann sterben!
Lässt Schönheit sich ewig vererben?
Die Kieselalgen schaffen Schalen
Da fängt der Künstler an zu malen.
Den Kunstformen in der Natur
Kam Erich Haeckel auf die Spur.
Ein jeder, der gern mikroskopiert,
Hat diese Schalen oft studiert.
Wie eine Zelle fein kieseliert,
Silizium formstrukturiert –
Die Bionik einer einzigen Zelle
Ist eine große Forschungsquelle:
Für Statik und Architektur
Daneben noch Ästhetik pur.
Das filigrane Schalenmuster
Macht uns die Schöpfung noch bewusster.
Welch Schaffenskraft in kleinster Welt
Hat die Natur hier nur bestellt!
Es war vor mehr als hundert Jahren,
dass in Salons konnte man erfahren,
wie wunderschön die Diatomeen
magnifiziert waren anzusehen.
In diesen feinen Bildungsschichten
Gab es hier Neues zu berichten.

Ohne Mikroskop – was zeigt sich dann? –
Ziehen mich die Algen noch in Bann?
Was wir mit bloßem Auge sehen,
lässt unsren Puls nicht höher gehen.
In Tümpel, Bach und kleinen Quellen
Sind Kieselalgen braune Stellen.
Der Stein mit solcher Algenschicht
Bringt so das Schönste nicht ans Licht.
Der braune Schmier macht zudem glatt –
wird rutschig hier das Wasserbad.
Doch wer sich nun die Mühe macht,
Hat den Belag nach Haus gebracht,
ihn dort vergrößert tausendfach,
der dankt sehr schnell dem braunen Bach.
Die Formenvielfalt, Musterzeichen
Sind wundervoll und ohnesgleichen.
Dies Lobgedicht für eine Zelle
Fließt weiter in bewegter Welle.
Der Kieselalgenschalenbau
Ist einfach Klasse – richtig wow!

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