Der Blaue Reiter

Der Blaue Reiter

Auf die Fülle der Nachrichten
Brauche ich nicht zu verzichten.
Ich nutze längst das Internet –
surfe dort von früh bis spät.
Berichte sind dort schnell und bunt
Der Globus teilt sich mir hier kund.
Im Newspaper blätter ich weiter
Und stoße auf den „Blauen Reiter“.
Franz Marc hatte den so gemalt.
Das ließ mich früher schon nicht kalt.
Expressionismus war mein Ding
Die Kunst mich damals richtig fing.
Ich malte fast wie Munch und Macke
Die satte Farbe war Attacke.
Ich fand mich pinselnd wild und frei
Bewunderte den tollen „Schrei“
Die Zeit des Malens ist dahin
Sie brachte mir dennoch Gewinn.
Der Malerei als schöner Kunst
Erhielt ich weiter meine Gunst.
Der „Blaue Reiter“ lockte mich
Auf mal zurück ins frühe Ich.
In wenigen gerafften Zeilen
Konnt ich bei August Macke weilen.
Der wollte vor gut 100 Jahren
Die Malerei anders erfahren.
Er hatte Freunde und Begleiter
Vereint als Gruppe „Blaue Reiter“
Erst Marc, dann Macke beide fielen
Für Gott mit Vaterlandes Zielen.
Was ging an Kunst im Feld verloren?
Welch Malerei blieb ungeboren?
Der Krieg begräbt so viel Kultur
Ich frage mich: Was wäre nur
Aus diesen Malern noch geworden –
Jenseits von diesen Völkermorden?
Welch Bilder, welche Visionen
Könnten uns Farben heut vertonen?
Welch Botschaft bleibt so ungemalt,
weil Kriege man mit Menschen zahlt ?

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