Herzzerreißend

Herzzerreißend

Wie schön ist doch die Autonomie
Für den mit eigenem Federvieh.
Gemütlich klingt die Gackerei
Nur lauter, wenn gelegt ein Ei.
Der stolze Hahn kräht auf dem Mist,
Da weiß Huhn, wer der Herr hier ist.
Das Hühnervolk könnt glücklich sein,
Griff nicht der böse Vogel ein.
Ein Bussard sieht das Hühnerglück
Von oben her mit scharfem Blick.
Schon treibt er eines in die Enge
Und seine scharfen spitzen Fänge
Ergreifen schnell das arme Huhn.
Der Schnabel hat den Rest zu tun.
Die Federn werden rasch gerupft
Und erstes Fleisch dem Bauch entzupft.
Ich komm zu spät – kann nichts mehr retten –
Seh nur noch diese Meuchelstätten.
Vergrab das Huhn und bin so traurig –
Was ich erlebt, war einfach schaurig.
Ich weiß dazu, dass irgendwann
Der Habicht stürzt – ein Huhn ist dran.
Er reißt das Tier und mir das Herz.
Ich bin ganz taub vor lauter Schmerz.
Ein dichtes Gatter muss wohl her.
Den Freilauf gibt es dann nicht mehr.
Das Hühnerleben wird bescheiden –
Dafür braucht keines mehr zu leiden.
Für Freiheit ist der Preis zu hoch.
Das Opferblut das zeigt es doch.
Den Habicht möchte ich nicht mehr füttern –
Den Hühnerfrieden nicht erschüttern.
Manch Huhn entspannt am Boden scharrt
Gesichert gut durch Maschendraht.
Was nützt dem Huhn die große Wiese,
Kommt angeflogen dieser Fiese?

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