Metamorphose

Metamorphose

Jetzt so um Mitte Mai
Ist die alte Larve dabei,
Aus dem Teich hochzuklettern
Gern bei sonnigen Wettern.
Ein Binsenhalm –
oder der Stiel einer Irisblüte
gibt dem Schlupf
wohl sichere Güte.
Mit letzter Kraft
Ist es dann geschafft.
Sie klammert sich fest
Für den Larvenzeitrest.
Eine Stunde verstreicht
Hinten am Kopfe da zeigt
Sich ein breiter Riss:
Jetzt ist es gewiss
Die Libelle will schlüpfen
Ihr Geheimnis bald lüften.
Ganz langsam schiebt sich
Der Kopf und sieht dich
Mit tausendfachen Augen,
Die komplex so gut taugen.
Die Flügel erscheinen im Morgenlicht
Erst faltig und trüb
– sie fliegen lange noch nicht.
Ganz ausgestiegen aus der Haut
Das Gewandelte
Viel größer ausschaut.
Regungslos ohne Schutz
Dafür sauber noch frei von Schmutz
Nutzt hier die Libelle
Die Gunst dieser Stelle.
Innen strömt nun der Saft
Bringt Stärke her und Kraft,
dass Flügel bald spannen.
Sind sie gläsern und klar,
Endet die Gefahr
Eine frühen Beute
Ab heute.
Ein Vierfleck ist geboren
Zum Flug auserkoren –
Flattert er dahin
Metamorphose macht Sinn.
Bald ist sie am Teich
Im Fliegen die Beste.
Am Irisstängel bräunlich und bleich
Hängen Häutungsreste.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: