Frei fließende Bäche – tierisch gut!

Frei fließende Bäche – tierisch gut!

Ist unser Bach recht krumm und wild,
Erzählt er gern sein Lebensbild:

Von kleinen zarten Glockentieren
Sehn wir die Härchen ondulieren.
Wo weiche Schwämme samtig sitzen,
erkennt man fiese Nadelspitzen.
Moostierchen mit Tentakelkränzen
Durch elegante Schönheit glänzen.
In ruhigeren, trüben Ecken
Schlammschnecken allzu gerne stecken.
Ist frisch das Wasser vom Grunde kalt,
Da findet man Quellschnecken bald.
Im Sediment und feinem Grus
Gräbt sich manch Erbsenmuschelfuß .
Flussmuscheln werden ziemlich selten –
Verändert sind die Wohnungswelten.
Wenn Strudelwürmer auch mal schielen,
Ihre Blicke nur auf Beute zielen.
Ein Schneckenegel saugt sich fest,
bis dass die Beute Blut ihm lässt.
Bachflohkrebse selten jammern,
solang sie an dem Weibe klammern.
An einer sonnigen Uferstelle
Tanzt die Gebänderte Prachtlibelle.
Ist die Zuckmücke gar eine rote,
Dann ist von Fäulnis sie der Bote.
Wer Rattenschwanzlarven im Wasser sichtet,
der weiß, hier ist wohl viel vernichtet.
Kleine Steinfliegen nagen am Detritus –
Für die großen ist das wohl kein Genuss.
Wenn die Perla im Bach richtig Hunger hat,
dann macht frisches Fleisch sie friedlich und satt.
Eintagsfliegen sind zarte Geschöpfe
Im Bergbach haben sie flache Köpfe.
Was Köcherfliegen in Häusern verbauen,
kann jeder im Bach sich täglich anschauen.

Wer kann das Ergebnis am Ende noch toppen?
Ein Eisvogel fliegend –
den Schnabel voll mit Groppen.

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