Tierisch schlecht!

Acker

Tierisch schlecht!

Sag mir, wo die Tiere sind –
Wo sind sie geblieben?
Was ich in der Erde find,
sind Spuren nur von Dieben.
Sag mir, wo das Leben ist,
wo krabbelt Gewimmel?
Wird so lange schon vermisst –
Ist im Bodenhimmel?
Sag mir, wo die Würmer sind –
Wo sind ihre Gänge?
Krochen früher sanft und blind
Sorgten für Gemenge.
Sag mir, wo die Milben sind,
da Mais den Acker zieret ?
Nach der Ernte bläst der Wind,
bis Boden sich verlieret.
Sag mir, wo die Asseln hocken
Gern vereint am Falllaubrest?
Felder können kaum noch locken,
seit Reste hier man wenig lässt.
Sag mir, wo die Schnecken sind
Mal mit und mal ohne Haus.
Über Äckern weht ein Wind –
Einsam blickt die graue Maus.
Sag mir, wo noch Käfer tanzen,
wo Spinnen noch am Netze baun?
Wo im Boden braune Wanzen
Listig arg nach Opfern schaun?
Sag mir, wo liegt unser Hoffen
Auf viel Getier in Bodenhaut?
Ist unsre Zukunft wohl noch offen –
Wenn Bodenantlitz trostlos schaut?

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