Kornelkirschen

Kornelkirschen

Kornelkirschen

Wie mit gelbem Reif betupft
bäumt sich der Strauch im Februar.
Ansonsten ist noch leer gezupft
sein Zweiggeäst seit letztem Jahr.
Kornelkirschen sind die ersten
Blühen, wenn der Schnee zerfließt.
Klitzekleine Knospen bersten,
wie die Sonne Strahlen gießt.
Dieser goldne Frühlingsglimmer,
der durch Blüten früh entfacht,
ist ein zarter Launestimmer,
denn noch lange schwärzt die Nacht.
Leicht nach Honig strömen Düfte
Aus dem Strauch ganz nah zu mir.
Boten schwingen durch die Lüfte
Fördern Lust und Lebensgier.
Was aus diesen gelben Sternen
Spät dann reift zu roter Frucht,
muss ich immer wieder lernen,
weil es ihresgleichen sucht.
Dattelgroße Kirschenleiber
Bringt der Herbst so schön ans Licht.
Rühmen kann der Verseschreiber:
Diese Frucht nur als Gedicht.
So erfrischend schmecken Säfte
Frisch gepflückt vom hohen Strauch.
Stärken mir dann meine Kräfte
Hoch gesund sind sie wohl auch.
Nur die großen Steine bleiben
Hart beschalt als Kirschenrest.
Früher sollten Finger reiben
Diese beim Marienfest.
Aus Kornellen Rosenkränze
Wurden einst aus Not geboren.
Dieser Brauch verschwand zur Gänze,
Seit der Glaube ging verloren.
Tausend Blüten und noch mehr
Leuchten hell als Frühlingsglocken.
Bald da summen Bienen her,
lassen sich von Süße locken.
Kornelkirschen sind Geschenke.
Weiches Fleisch wird Saftgenuss –
Liefert uns herrlich Getränke,
die man einfach kosten muss.

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