Mustergüllig

Güllestreifen

Mustergüllig

Es lag was in der Luft
Ein ungeliebter Duft.
Im jungen Februar
war er dann wieder da.
Ich ging dem Duft entgegen
Auf mir der Nieselregen –
Der war mir fast egal –
Bei dieser Nasenqual.
Nach kaum mehr hundert Schritten
Da stand ich nun inmitten
Vom Ort, der übel stank
Dem Landwirt dem sei Dank.
Die grad getaute Weide
Zeigt sich im Streifenkleide.
Schleppschläuche zogen Gülle
In breiter Linienfülle.
Über den grünen Auen
Sich Kotgerüche stauen.
Die braunen Güllespuren
Die bringen Gras auf Touren.
Es wird bald hoch aufschießen
Dazwischen werden sprießen
Viel Löwenzahnrosetten –
Wenn Böden überfetten.
So gelb wie Wiesen lachen,
stinken hier die Ursachen
von schlimmer Pflanzenmast
unter der Stickstofflast.
Hier gibt’s kein buntes Blühen
Pendelt der Schwanz von Kühen,
um Fliegen zu verjagen
an schwülen, warmen Tagen.
Heut seh ich, wie die Weiden
Durch Güllegaben leiden.
Zu viele braune Streifen
In grüne Seelen kneifen.

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Ein Kommentar zu “Mustergüllig

  1. Pingback: Wasser und Boden – Gülle, 2018. | Osmerus' Blog

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