Ominöse Schaumschläger

Eiweißschaum

Ominöse Schaumschläger

Die erste Märzensonne trieb
Mich in den Wald am Bach entlang.
Die Route war mir lange lieb;
Ich hört gern dort den Wellenklang.
Im Bodenbett da zeigten sich
Triebe vom Scharbockskraut.
Versteckt im Strauchwerk hörte ich
Piepsig manch Meisenlaut.
Zum Wasser zog es mich hinan,
Wollt Frische ganz nah spüren.
Was plötzlich meine Augen sahn,
sollte mich heut berühren.
Beigebrauner Schaum türmte sich auf
Vor quer liegenden Ästen.
So mitten in dem Wasserlauf
Schien manches nicht zum Besten.
War Schmutz im Spiel – Chemie im Bach?
Was schäumt hier auf im Wald?
Ich denke nun darüber nach –
Die Lösung find ich bald.
Der Bach zerreibt mit Frühjahrskraft
Algen und Restgewebe.
Dann quirlt er steif den Eiweißsaft,
dass sich der Schaum erhebe.
Das Blasenwerk steckt voller Luft
Sammelt sich am Geäste.
Ich rieche keinen bösen Duft
Im aufgestauten Reste.
Der Schaum zerfällt in kurzer Zeit,
Als wär er nie gewesen.
Der Bach säubert sein Strömungskleid
Mit wasserfeinen Besen.

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