Wind ahoi!

HufflattichsamenWind ahoi!

Im Blütenmonat Mai
Erstrahlt so vieles neu.
Erst sind die Kirschen weiß umflauscht
Dann leuchten Birnen wie berauscht.
Zuletzt breitet der Apfelbaum
Sein Blütenkleid voll Rosasaum.
Auch sonst malt sich der Garten bunt.
Die Farbenuhr schlägt jede Stund.
Dazu mischt sich in weicher Luft
ein süßlich feiner Wonneduft.
Wo Huflattich mit gelben Sonnen
Den Frühlingsauftakt hat gewonnen,
da seh ich heut nur Silberhaar
an langen Stielen wunderbar
zu feinen Köpfchen zart verwoben
hoch in den Wind empor gehoben.
Bei „Wind ahoi“ stürmen sie los.
Die Zahl der Reisenden ist groß.
Das Ziel ist keinem hier gewiss.
Nur Flaute wird zum Hindernis.
Was jetzt so schön die Samen zeigt
Und bald beschwingt zum Himmel steigt,
das bringt die Pflanze durch die Welt –
und jeder Fallschirm dabei zählt.
Ein Wetterumsturz mit viel Regen
Wird bald die Lüfte schwer bewegen.
Die Silberköpfe werden fliegen
Und bald auf feuchter Erde liegen.
Dann schließt sich hier ein Schöpfungskreis –
Den ich mir lob um jeden Preis.

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