Asparagus

SpargelköpfeAsparagus

Tief aus dem Boden
Da komm ich her.
Kaum bin ich da,
beginnt mein Verzehr.
Mein Trieb ist stark
Weißblass die Haut.
Im Magen werde ich
Schnell verdaut.
Du schöner warmer Maien
Kannst mich ins Licht befreien.
Aus dunkler Erdenschicht
Mein Köpfchen Boden bricht.
Die ersten Spargelstangen
Sie steigern das Verlangen.
Ein ganz besondrer Duft
Erfüllt die Küchenluft.
Und mit speziellem Messer
Geht Spargelschälen besser.
Ob roh verzehrt, ob weich gegart –
Die Sprosse bleiben herrlich zart.
Mit goldig brauner Butter
Wird Spargel Edelfutter.
Bei feinem rohen Schinken
Noch mehr Genüsse winken.
Sättigung bringt Wohlbehagen
Und an solchen Spargeltagen
Schmeckt Ernährung vornehm gut.
Essen lebt sofort im Blut.
Doch Mitte Juni ist dann Schluss
Mit dem flutschigen Genuss.
Der Spargel braucht nun alle Kraft,
damit er Blatt und Blüten schafft.
Blick ich zurück auf Spargelfelder,
werd ich zum bösen Hiobsmelder.
Denn kaum ein Acker schaut so tot:
Hier kämpft das Elend mit der Not!

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