Traubenkirschengespinstmottenimaginalschlupfterminbestätigung

TraubenkirschenTraubenkirschengespinstmottenimaginalschlupfterminbestätigung

Vor Wochen haben sie begonnen,
Die Traubenkirschen kahl zu fressen.
Dann haben sie alles umsponnen –
Nicht einen Ast dabei vergessen.
Bald glänzte hell die Silberhaut,
Bis Raupenheer schlief in den Puppen.
Doch wer zu wenig hat verdaut,
erwacht wohl kaum mit frischen Schuppen.
Sechs Wochen sind ins Land verstrichen,
da kehr ich an den Ort zurück,
Das Raupenbild ist längst gewichen:
Der Silberbaum ist grün zum Glück.

Es sprießen weiter neue Blätter;
Denn  junge Knospen brechen auf.
Wir haben schönstes Juliwetter
Und Mottenschlupf nimmt seinen Lauf.
Am Anfang seh ich weiße Stippen
Verstreut auf Blättern, Ast und Rinde.
Sie lassen mich schnell richtig tippen,
dass ich die Schmetterlinge finde.
Zwei Bäume weiter, kühl im Schatten
Da sitzen sie vieltausendfach.
Diese Gespinstmotten die hatten
Entwicklungsglück und schlüpften wach.
Ganz viele starben in den Seiden –
Verhungerten am Ende noch.
Doch trotz der großen Raupenleiden
Sitzen hier tausend Motten doch.
Sie feiern Hochzeit gern im Dunklen
Ganz nah an ihrem Futterbaum.
Wenn Glühwürmchen im Nachtflug funkeln,
da endet bald der Hochzeitstraum.
Bald liegen viele Motteneier
Am Grunde für den nächsten Trieb
Als Zeugnis von der Paarungsfeier –
Die Plage hat den Baume so lieb.

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