Sommerblues

OLYMPUS DIGITAL CAMERASommerblues

Ein Herbstwind fegt durch Sommerzeiten
Treibt erstes Welkes vor sich her.
Frühreife Fallobst-Süßigkeiten
Locken die Wespen zum Verzehr.
Im Gemüsebeet ist hoch getrieben
Der Rest vom grünen Kopfsalat.
Radieschen, die verschont geblieben,
sie blühen nun und bringen Saat.
Manch Blatt am Strauch zeigt Fraßeswunden.
Ein andres machte Rostpilz braun.
Den Maden klare Äpfel munden.

Und Raupen tief im Wirsing kaun.
Die Zeit des Grünens scheint vorbei.
Zweige nun nicht mehr länger treiben.
Verblasst sind Wonnen aus dem Mai.
Zugvögel nur noch kürzer bleiben.
Des Jahres Jugend geht dahin.
Des Sommers Glut ist längst im Schwinden.
Der Garten bringt jetzt Fruchtgewinn,
Nur Rebe will noch weiter winden.
Ich spüre etwas Abschiedsschmerz
Hab Gipfelluft zurück gelassen.
Das Altern drückt mir auf mein Herz –
Lässt sich von Wehmut etwas fassen.
Jetzt, wo die Tage kürzer werden,
ändert sich manches in dem Sinn.
Von Almen klettern bald die Herden
Der Abstieg wird so zum Beginn
Für eine Zeit, die wohl behütet
Bis hin zum nächsten Frühjahr reicht.
Wenn bald so mancher Sturm auch wütet,
wird dunkles Leben warm und leicht.

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