Drei Stacheln

Stichlinge (Brehm)Drei Stacheln

In vielen Teichen ist er heimisch
der stachelige kleine Fisch.
Bescheiden und recht anspruchslos
braucht unser Stichling Wasser bloß.
Die Laichzeit färbt das Männchen bunt.
Der Bauch zeigt rot, geschminkt der Mund.
Die Augen strahlen azurblau,
gefallen so der Stichlingsfrau.
Die Schuppen glänzen silberblank.
Bald wird der Fisch vor Liebe krank.
Er baut penibel dann sein Nest,
eh sich ein Weib auf ihn einlässt.

Nach einer kurzen Hochzeitsfeier
da legt das Weibchen 100 Eier.
Der Stichling mischt den Samen zu.
Die Braut lässt ihn danach in Ruh.
Schenkt ihm sogar die ganze Brut,
damit er seine Pflege tut.
Nun wacht er streng bei dem Gelege,
verteidigt barsch stets sein Gehege.
Selbst wenn die Jungen sind geschlüpft,
bleibt er besorgt und hegt und prüft.
Schwimmt eins der Fischlein zu weit weg,
holt er`s im Maul ganz schnell zurück.
Zehn Tage ist der Schlupf vorbei.
Jetzt kommen Jungfische doch frei.
Der Vater zeigt sich wieder grau
sucht vorerst keine neue Frau.
Er hat ja auch aus seiner Sicht
wahrlich erfüllt die Vaterpflicht.

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