Der Mais ist weg!

MaisackerDer Mais ist weg!

Mit Ernteriesen überbreit
Ist es nun wieder an der Zeit.
Der reife Mais wird tief geschnitten.
Der Boden hat genug gelitten.
Der eine Teil wird Silobrei
Vom andern häckselt man die Streu.
Das reife Korn wird gleich gemahlen
Befreit von allen Kolbenschalen.
Das große Feld ist sehr bald leer
Von Landschaft sieht man wieder mehr.

Der hohe Mais glich einer Mauer –
So gut gedüngt von seinem Bauer,
dass er die Menschheit überragte
die sich ins Innre nicht mehr wagte.
Im Maiswald gab es Labyrinthe,
Was auch nur dem Profite diente.
Jetzt ist der Blick weit wieder offen.
Doch wenn wir Gutes damit hoffen,
werden enttäuscht wir leider sehen.
Nichts Besseres wird hier geschehen.
Bald wird der Boden nackt gepflügt.
Die Ordnung hier die Sinne trügt.
Im nächsten Frühjahr kommt die Scheiße,
Dass Ammoniak die Nase beiße.
Dann wird der Mais erneut gesät,
bis dichter Dschungel hier entsteht.
In kurzer Zeit ist das geschafft,
da steht die Pflanze voll im Saft.
Drei Meter treibt sie in die Höhe,
damit man nichts dahinter sehe.
So fehlt der Landschaft wieder Raum.
Nur Widerstand den gibt es kaum.
Das leere Feld ist wohl das Beste –
Wir danken Ernten mit dem Feste.

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