Maisbrand

MaisbrandMaisbeulenbrand

Dem vielen Mais auf Landschaftsflächen
Dem möchte man das Genick schon brechen.
In Gedanken wünscht man ihm die Pest,
Eine Seuche, die ihn kümmern lässt.
Heut Morgen fand ich am Maisfeld
Einen Kolben, der war arg entstellt.
Ich dacht es wär ein Mutterkorn,
das wulstig wächst zu einem Horn.

Grausilberne Geschwulste trieben –
Vom Maiskorn ist nichts mehr geblieben –
Ganz wild aus diesem Kolben raus.
Der Anblick war ein schlimmer Graus.
Ich machte mich daraufhin schlau
Und wusste bald schon ganz genau:
Der Mais litt an dem Keulenbrand,
seit dem ihn wohl der Brandpilz fand.
Sind nur ein Paar der Kolben krank –
Dann stört das wenig – Gott sei dank.
In Mexiko – man glaubt es nicht –
Ist dieser Pilz ein Leibgericht.
Geschmort und in Tortillas drin
Wird er geschätzt und bringt Gewinn.
Schon die Azteken Kolben ritzen,
damit da diese Pilze sitzen.
Erwünscht wird hier die Infektion
Die Delikatesse ist später Lohn.
Bei uns bleibt Mais eher Bullenfutter.
Manchmal geschmort in süßer Butter.
Vergoren oder heiß verbrannt
Dosiert nach dem Profitverstand.
Maisbeulenbrand ich muss gestehen,
hab ich bis heute nicht gesehen.
Ob ich die Pilze mal probier –
Darüber ich nun spekulier…

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