Tomaten vor den Augen

tomatenTomaten vor den Augen

Die Wachstumswärme ließ Tomaten
In diesem Jahr sehr wohl geraten.
Die reichen Strahlen von der Sonne
Brachten Solanum echte Wonne.
So trieb die Pflanze gelbe Blüten,
wenn Hummeln sich darum bemühten,
dann röteten sich runde Beeren,
die sich ständig weiter vermehren.
So hoch sind selten sie geschossen –
Ich zwickte ab die Nebensprossen –
Damit die kugelrunden Früchte
Ich gut erträglich mir so züchte.
Hoch oben reiften im Angesicht
Von der Maria Tomaten dicht.
Kommt freundlich dazu noch Herbstwetter
Zeigt dieses Bild sich sogar netter:
Wenn leuchtend warmes Tomatenrot
Dem Bildnis einen Rahmen bot.

Ein Sprichwort sagt: Wer auf den Augen
Tomaten hat, der kann nichts taugen
Als Schiedsrichter beim Fußballspiel.
Tomatenrot sieht Mann nicht viel.
Da kann es doch wohl echt passieren,
dass Spieler die Vernunft verlieren,
weil dieser zwölfte, schwarze Mann
einfach nicht richtig sehen kann.
Doch nicht nur diese Pfeifenmänner
Sind Loser oder blinde Penner.
Ob die Natur, ob Zeitgeschehen
Es wird so vieles übersehen.
Wir haben kaum genug Tomaten –
Weder vom Feld noch aus dem Garten -,
um unsere Augen zu verstecken,
damit wir bloß nicht was entdecken.
Seh ich Tomaten, seh ich rot.
Am liebsten schneid ich sie aufs Brot.
Darunter darf wohl Schinken liegen.
Die Zwiebel sollte fein gerieben
Die gute Würze dazu geben,
Auch Pfefferkorn kann scharf beleben.
Dann lachen meine Augen sehr:
Ein Augenschmaus wird zum Verzehr.

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