Windmusik

BaummusikWindmusik

Heut war die Luft ein Tönemeer.
Wind will zum Konzert laden.
Im Klang der Pappeln wogt es schwer
Da kann der Sturm nur schaden.
Am Bachpfad rauschen Baumkulissen
Des Wassers Lied wird überstimmt.
Bald wollen meine Ohren wissen,
wo diese Luft sich Töne nimmt.
Die alten Gräser rascheln weise.
Im Strauch da klappert es schon laut.
Wie Meeresrauschen dröhnt die Weise,
wenn mächtig drückt die Windesbraut,
dass Kronen lange drohend grollen
so wie der Sturm die Äste fegt.
Die Ohren kein da capo wollen.
Der steife Wind sich gnädig legt.
Doch allzu kurz weilt flaue Pause
Auf zart piano folgt die Wucht.
Mit neuerlichem Sturmgebrause
Treibt Wind die Blätter in die Flucht.
Neben der rauen Windgewalt
Streichelt manch Hauch den feinen Sinn.
Die Windmusik lässt mich nicht kalt.
Denn jeder Luftzug wird Beginn.
Blasorchester improvisieren
Spannen den Bogen hoch im Baum.
Auch stärkste Töne sich verlieren
in dem verwehten Landschaftsraum.
Ich hab gelauscht dem Windgewitter
Bin weich berührt von zarter Luft .
Im Astwerk hängt manch Notengitter,
Das Dirigenten stürmisch ruft.

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