Blütennachlese

SchafgabeBlütennachlese

Der Martinszug ist nimmer weit.
Tage jetzt früher dunkeln.
Der Wind von Blätterlast befreit –
Laternenlichter funkeln.
November ist die graue Zeit,
da Astern, Heiden blühen.
Bald kommt der Tag, an dem es schneit.
Und Öfen feurig glühen.
Doch heut ist es noch ziemlich mild.
Der Frost muss vorerst warten.
Ich mache mir ein buntes Bild
Von Blüten hier im Garten.
Vereinzelt treffe ich im Beet
Noch frische bunte Farben.
Andres verfault daneben steht,
Blumen, die längst schon starben.
Der Eisenhut schenkt frisches Blau
Noch in den Rispenspitzen.
So wie ich auf die Rosen schau,
kann mich das fast erhitzen.
Hier blüht es reich in rotem Ton
Selbst Knospen wollen treiben.
Es ist doch spät im Jahre schon.
November wir längst schreiben.
Die Ringelblum leuchtet wie Gold,
Stiefmütter bunt sich schminken.
Maßliebchen sein Gesicht aufrollt,
Will letzten Bienen winken.
Das Malvenkleid strahlt ganz in weiß,
Storchschnäbel rosa grüßen.
Die Margeritte, die ich reiß,
die muss für mich jetzt büßen.
So bunt ist noch der späte Tisch
Mit Blüten fein geschmückt.
Die Luft wird kühl – ein wenig frisch
Doch ich bleib noch entzückt.

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