Im Winterbach

WinternieringsbachIm Winterbach

Baumständer grüßen kahl und leer
Das Gras der Wiesen harret.
Im Wald wiegt tief ein Blättermeer
Die Amsel hungrig scharret.
Natur versinkt im Winterschlaf
Man spürt so wenig Leben.
Der Igel träumt als Kugel brav.
Spinnen nun nicht mehr weben.
Ich lenke mich hinab zum Bach
Und stiere durch die Wellen.
Dabei wird mir Erinnerung wach
Wie muntre kleine Quellen:
Im Bach ist jetzt Entwicklungszeit
Für ganz viel Larvenleiber.
Die Jugend macht sich stark und breit
Wird bald zum großen Treiber.
Stein-, Köcher- oder Eintagsflieg
Sie wachsen aus den Häuten.
Auch wenn ich nichts zu sehen krieg,
könnt ich sie prompt erbeuten.
Braucht grade nur den Stein umdrehn,
dann säh ich prallstes Leben.
Könnt manche Freunde nah ansehn,
die an dem Harten kleben.
Die andern schwammen eiligst fort –
Suchten sich neue Steine.
Versteckt bleibt so ihr Wohnungsort
manchmal für sehr viel Beine.
Im Winterbach da ist viel los –
So hinter den Kulissen.
Da wächst die Jugend richtig groß –
man muss es halt nur wissen.
Wenn wärmer dann die Sonne lacht,
vielleicht im schönen Maien,
dann ist für sie die Hochzeitsnacht –
das würd mich für sie freuen.

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