Weihnachtsblüten

RainfarnWeihnachtsblüten

In diesem Jahr:
Vom hohen Sommer bis ans Krippenfest
Der Rainfarn nicht das Blühen lässt.
Von weitem leuchten gelbe Knöpfe,
Dicht geschart wie Kopf an Köpfe.
Mit Rainfarnblüten da verbinde
Ich Augustwärme, süße Winde.
Am Blütenteller schweben Fliegen,
die scheinbar körperhaft nichts wiegen.
Auch kleine Käfer marmoriert –
Werden vom Duft hierher lanciert –
Sie wollen köstlich Nektar schlürfen
und saugen auf, was sie nur dürfen.
Am Tage von dem Weihnachtsfeste
Da fehlen all die Blütengäste.
Im Äther tönt kein Summgebrumm.
Verwaist bleibt diese Flora stumm.
Die Winterwärme sponsert Blüten –
Auch wenn die Vögel noch nicht brüten,
Läuft wohl ein falscher Film hier ab,
weil es noch keine Kälte gab.
Der Farn blüht längst nicht ganz allein.
Auch andre Pflanzen sehen ein,
dass bei der Wärme es kaum reut,
wenn man Dezemberblüten streut.
Die Schafgabe immer Sommerkleid
Ist Weihnachten echt blühbereit.
Auch Steinkraut lässt Kronhüllen fallen.
Sein feines Weiß kann gut gefallen.
Wo hin ich meine Schritte lenke,
Treff ich auf verfrüht auf die Geschenke,
die ich zur Weihnacht nicht erbitte:
die strahlend helle Margeritte.
Christrosen wollen nicht recht blühen,
wenn andere sich so verfrühen.
Das Weihnachtsbild in unsrem Garten
Mischt Seltsames mit seinen Karten.
Die Blütenwelt ist so verwirrt
Rings um die Krippe, Esel, Hirt.

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