Verrückte Zeiten

ZaubernussVerrückte Zeiten

Im Januar nun die Renaissance
Der bunten Sommerblumen.
Doch auch der vorschnell junge Lenz
Macht sich schon richtig breit.
Es keimt manch lästig Kraut
Auf weichen Ackerkrumen
Hasel und Weiden stehen
Im Pollenblütenkleid.
Das Wiesengrün
Zeigt maienhafte Frische.
Der treibend Vögel Lust
Wird täglich laut
und sangesschön.
Wenn ich die Jahreszeiten
Ganz ohne Winter mische,
Seh ich ein Frühlingssommerkleid.
Steinkraut und Ringelblumen blühen
Dazu die Zaubernuss, Winterjasmin.
Mahonien im gelben Licht erglühen.
Schneeglöckchen sind noch am Beginn.
Auch Pilze werden schon im Jenner wach –
Entfalten früh im Jahr
Die allerneusten Hüte.
Nach jedem warmen Wintertag
Überrascht mich das Gesicht
Von einer ganz verrückten Blüte.
Eisblumen scheinen vorerst ausverkauft.
Nachschub vom Ostwind kaum in Sicht.
Die Osterglocken mächtig treiben
Und Schneeglanz aus der Erde bricht.
Von Gänseblümchen könnte ich
Seit Tagen Blütenkränze binden.
Sie leuchten hell im tiefen Wiesengrund.
Was werd ich heute wieder blühend finden?
Was macht den Januar noch weiter bunt?
Draußen wehen atlantisch milde Winde.
Ihr Regen macht die Bäche wild.
Das zarte Moos an Baumes rauer Rinde
Schließt heute mir das Tagesbild.

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