Kopfbäume

KopfweideKopfbäume

So paradox es klingen mag –
Erst wenn die Motorsäge nagt –
Der Stamm geköpft vom Krongeäst,
Wird bald ein Kopfbaum dieser Rest.
Zumeist sind es wohl weiche Weiden,
die solche Schnitte hart erleiden.
Nach dieser ersten Köpftortur
Hilft sich dann rasch selbst die Natur.
Die brutale Sägeschnittstelle
Wird zur ergiebigen Wachstumsquelle.
Sie sorgt für Äste reich an Zahl,
Wo vorher nur der Stumpf so kahl.
Wie Zweige jetzt ins Grüne treiben,
Dürfen sie unbeschnitten bleiben.
Nach vielen Jahren, mit der Zeit
Wird Kopfes Pracht ausladend breit.
Nach fünf, sechs Jahren ungefähr
Wird Astwerk für den Baum zu schwer.
Damit er nicht im Herzen bricht,
Die Säge nun ein Wörtchen spricht.
Sie macht den Weidenkopf ganz kahl
Dies wiederholt sich viele Mal.
Wir freuen uns an diesen Bäumen,
die unsre Landschaft schön einsäumen.
Sie sind für uns ein Stück Kultur
Dazu gewinnt auch Artnatur.
Endet die treue Kopfbaumpflege,
Bleibt stumm am Ort die Motorsäge,
dann fällt das Überleben schwer.
Die Weide braucht die Pflege sehr.
Kopfbäume sind von Menschenhand
Als Wertobjekt nun anerkannt.
So wird man weiter Weiden köpfen,
Und Reichtum daraus für uns schöpfen.

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